Die Gesellschaft für Pflanzenbauwissenschaften (GPW) teilt mit
2026-03-08
Hans-Peter Kaul
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2026-03-08
Hans-Peter Kaul
2026-02-12
Isabel Bröker, Alexandra Wichura, Heiko Ziebell
Aufgrund ihrer stickstoffixierenden Eigenschaften stellen Leguminosen eine wichtige Kultur im Ökolandbau dar. Eine Bekämpfung leguminosenbefallender Insekten ist aufgrund der wenigen zugelassenen Präparate schwierig und häufig wirtschaftlich nicht vertretbar. Ist der durch Insekten, insbesondere Blattläuse, verursachte Schaden oft zu vernachlässigen, haben die durch Blattläuse übertragenen Viren ein größeres Schadpotential. Um einen Überblick über die aktuell auftretenden Viren an Leguminosen im Ökolandbau in Niedersachsen zu gewinnen, wurde im Jahr 2024 ein Virusmonitoring an Ackerbohnen, Erbsen, Soja sowie Linsen und Lupinen durchgeführt. Die nachgewiesenen Virusarten entsprachen den Ergebnissen vorheriger Monitorings; überraschend war jedoch der gehäufte Nachweis des Alfalfamosaikvirus (alfalfa mosaic virus, AMV) an Ackerbohnen. Bislang konnte AMV nicht an Leguminosen in Niedersachsen nachgewiesen werden. Die Ergebnisse zeigen, dass auch in nicht-symptomatischen Beständen Pflanzenviren auftraten. Um zukünftig einen erfolgreichen Leguminosenanbau durchführen zu können, sollten die Bemühungen der Züchtung virusresistenter Sorten verstärkt werden.
2025-12-16
Hans-Peter Piepho, Ingrid Claß-Mahler, Beate Zimmernann, Wilfried Hermann, Jürgen Schwarz, Enno Bahrs
Das Projekt “Nachhaltigere Landwirtschaft 4.0 ohne chemisch-synthetischen Pflanzenschutz” (NOcsPS) testet eine Reihe von Anbausystemen, die ohne die Nutzung von chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln auskommen, wobei mineralische Düngung verwendet werden kann. Das Experiment startete im Jahr 2020 (Aussaat im Herbst 2019). Im Jahr 2024 (Aussaat im Herbst 2023) wurden einige der Anbausysteme modifiziert. Die Analyse dieses Experiments kann mit Hilfe linearer gemischter Modelle durchgeführt werden. Um die in den Jahren 2020 bis 2023 erfassten Daten gemeinsam mit den ab 2024 anfallenden Daten unter Einschluss der modifizierten Anbausysteme gemeinsam auswerten zu können, muss der Analyseansatz auf Basis gemischter Modelle adaptiert werden. In der vorliegenden Arbeit entwickeln wir Modelle für diesen Zweck. Ein wesentliches Merkmal des Ansatzes ist die Nutzung von Konzepten aus dem Bereich der Netzwerk Meta-Analyse, welche die Kombination von direkten und indirekten Vergleichen der Systeme in den verschiedenen Jahren erlaubt. Zunächst wird das Verfahren mittels eines kleinen hypothetischen Datensatzes illustriert. Danach folgen detaillierte Analysen für die Daten aus den beiden Versuchsstandorten Dahnsdorf und Hohenheim. Die vorgeschlagene Methode kann auch in anderen Dauerversuchen verwendet werden und stellt einen generellen Ansatz bereit, mit dem Änderungen in den Behandlungen modelliert werden können. Wir empfehlen generell, nur in besonders gut begründeten Fällen eine Änderung von Systemen in Langzeitexperimenten vorzunehmen, weil sich hierdurch die nachfolgende Analyse sowie die Interpretation der Ergebnisse verkompliziert, wie in unserer Arbeit illustriert.
2025-12-01
Carl-Albrecht Bartmer
2025-07-29
Samantha Jo Grimes, Clemens Baier, Jens Hartung, Carl Friedrich Horst Longin, Simone Graeff-Hönninger
Der Anbau von Buchweizen ( Fagopyrum esculentum MOENCH) gewinnt in Deutschland aufgrund veränderter Ernährungsgewohnheiten und des Bedarfs zur Diversifizierung der Fruchtfolgen zunehmend an Bedeutung. Dennoch stehen einer großflächigen Kultivierung Herausforderungen entgegen, darunter die geringe Wirtschaftlichkeit, fehlende Absatzmärkte, Verarbeitungsschwierigkeiten (z. B. fehlende Schälanlagen) sowie mangelnde Bekanntheit als Kultur- und Nahrungsmittel in der breiten Bevölkerung. Zudem erschwert das Fehlen entwicklungsphasenspezifischer Bewirtschaftungsempfehlungen den Anbau. Bisher liegt keine standardisierte Skala zur Beschreibung der Entwicklungsstadien von Buchweizen vor. Diese Studie stellt erstmals eine erweiterte BBCH-Skala (Biologische Bundesanstalt, Bundessortenamt und Chemische Industrie) für Buchweizen vor, die neun Hauptentwicklungsstadien beschreibt. Die Bestimmung der Entwicklungsstadien erfolgte durch visuelle Bewertung von drei Pflanzen pro Parzelle sowie einer parallelen Beurteilung des Gesamtbestands. Die Sorte ‚Dikul‘ wurde als Referenz gewählt, da sie eine homogenere und frühere Abreife mit zuverlässigen Kornerträgen von 2–2.5 T ha-1 kombiniert und somit eine praxisrelevante Wahl darstellt. Zusätzlich wurden die Entwicklungsstadien anhand der akkumulierten Wärmesumme (Growing Degree-Days) erfasst. Die bereitgestellte Skala dient als wichtige Grundlage für agronomische Bewirtschaftungsstrategien, um Buchweizen besser in vielfältige Fruchtfolgen zu integrieren und den Herausforderungen des Klimawandels sowie wechselnder Umweltbedingungen zu begegnen.
2025-06-16
Tomo Milošević, Nebojša Milošević, Radmila Ilić, Jelena Mladenović, Jelena Živanović
Von 2020 bis 2022 untersuchten wir die Wirkung des Mulchens mit Weizenstroh, der Anwendung von Herbizidbrache (GLP), Gibberellinen (GA 4+7 ) und der Anwendung auf vollständig begrünten Flächen auf Ertrag (Y), Fruchtqualität und antioxidative Aktivität der in der Region Čačak (Westserbien) angebauten Birne ‘Abbé Fétel’. Die Ergebnisse zeigten, dass die Behandlungen mit Mulch, Herbizidstreifen und GA 4+7 Y und Fruchtgewicht (FW) im Vergleich zur begrünten Fläche statistisch ähnlich erhöhten, während die Auswirkungen der Behandlungen auf Fruchtgröße, Längen-/Durchmesser-Verhältnis (L/D) und Proteingehalt nicht signifikant waren. Im Allgemeinen erzeugte GLP die höchsten Werte für lösliche Feststoffe (SSC), titrierbare Säure (TA), Zellulose, Chlorophyll (Chl), Vitamin C (Vit C), Gesamtphenol (TPC), Gesamtflavonoide (TFC) und antioxidative Aktivität sowie die schlechtesten Werte für Zucker, Süßeindex (SI), pH-Saft und Gesamtcarotinoidwerte. Mulch induzierte die niedrigsten Werte für SSC, Reifeindex (RI), Zellulose, Chl, Carotinoide, TPC und TAC, aber relativ gute Mengen an TA, pH-Saft, Zucker, SI und Vit C. GA 4+7 erzeugte die höchsten Werte für pH-Saft, RI und SI, sämtliche Zucker- und Carotinoidgehalte, förderte jedoch die niedrigsten Mengen an Zellulose, Chl und Vitamin C. Grasflächen induzierten hauptsächlich die niedrigsten oder mittleren bis niedrigen Werte der meisten bewerteten Eigenschaften. Korrelationen zwischen einigen Fruchtqualitätseigenschaften wurden als signifikant befunden und können zur gegenseitigen Vorhersage dienen, während Gesundheitskarte und Hauptkomponentenanalyse (PCA) als statistische Instrumente dabei helfen können, Behandlungen mit den besten Eigenschaften zu trennen. Insgesamt zeigten die Ergebnisse, dass GLP und GA 4+7 in Bezug auf Mulch und Grasflächen ( de facto lebender Mulch) Ertrag, Fruchtqualitätsmerkmale und antioxidative Kapazität der Birne ‘Abbé Fétel’ positiver beeinflussten.
2025-04-03
Henrik Hartmann, Rico Fischer, Melanie Maraun, Daniel Magnabosco Marra, Sebastian Preidl, Thorben Sprink, Sophie Ehrhardt, Rasmus Enderle, Nadine Bräsicke